Von der Boulderhalle ins Kino International – das Alumniprogramm beim Bundesfinale Jugend präsentiert 2019

Lilith beim Präsentieren.

Gastbeitrag von Lilith Diringer // 25. September 2019


Als Alumni ist es doch wirklich angenehm. Man sitzt in den bequemen Sesseln des Kino International und hört gespannt den Rednerinnen und Rednern zu. Immer wieder die Erinnerungen: Vor fünf Jahren stand ich, Lilith auch auf der Bühne. Damals in Hamburg. Die Aufregung, der Spaß beim Präsentieren vor etwa 250 Zuschauerinnen und Zuschauern, die Spannung bei der Preisverleihung - und dann: die Gewinnerfahrt nach Berlin. Alleine die Bezeichnung Jugend präsentiert lässt bei mir Gänsehaut aufkommen und ich werde ein wenig nostalgisch.

Ein wenig schade ist es, dass ich nicht mehr selbst vorne mit dabei bin, aber andererseits muss der Stab eben abgegeben werden – und als Zuschauerin ist das Event nicht weniger spannend. Ich höre von Einschlafstrategien und der Loci-Methode, um uns das Lernen zu vereinfachen und diskutiere mit den anderen Alumni sowie Besucherinnen und Besuchern bei der sich anschließenden Häppchenrunde über vertikale Landwirtschaft. Präsentationen auf höchstem Niveau – darüber sind wir uns alle einig.

Bereits beim extra organisierten Alumniprogramm am Vortag war viel Raum für Gespräche und Austausch gegeben. Das Ziel: Ideen entwickeln und weitergeben, wie das Alumniprogramm in Zukunft gestaltet werden sollte. Wie können wir in Kontakt bleiben? Welche Themen sind für uns spannend? Wie können wir den Jugend präsentiert-Spirit als Botschafterinnen und Botschafter an noch mehr Schulen bringen und noch mehr Jugendliche damit anstecken?

Nach dem Workshop bei dem die Einfälle und Wünsche nur so aus uns heraussprudelten, erhielten wir einen spannenden Einblick in die Arbeit der Iceberg Robots der Käthe-Kollwitz-Schule Berlin, die als kleine Truppe an einem Roboter feilen, der dann in Fußballturnieren gegen andere Schülerteams antritt. Wir waren sehr beeindruckt von der hohen Qualität der Hard- und Software, der Zeit und Begeisterung, die die Mitarbeitenden jährlich in das Projekt investieren und der Dauerhaftigkeit: Die Iceberg Robots werden stets weitergetragen und bestehen trotz hoher schulabschlussbedingter Fluktuation bereits seit vielen Jahren.

Anschließend durften wir uns körperlich betätigen. Mit Fingern an Spraydosen zur Anfeuerplakatgestaltung im Jugendherbergsinnenhof oder an Kletterwänden in der Boulderhalle fanden wir einen sportlichen Ausgleich. Die verbrannten Kalorien ließen sich beim anschließenden Abendessen zur Krönung des Alumnitages wieder aufholen.

Nun heißt es: Warten auf die nächste Runde, bei der wir als Jurymitglied, Organisationshelfer sowie Botschafterinnen und Botschafter sicher mit an Bord sein werden.

 

Fotos: © Gesine Born