Fleißiges Treiben in der Forschungsstelle: Unsere Juniortrainer auf dem Weg zum ersten Training


Von Yvonne Wichan // 13. Dezember 2017


Bereits im August startete die zweite Runde der JP-Trainerakademie, die als erweitertes Praxisseminar am Seminar für Allgemeine Rhetorik angesiedelt ist. Das Ausbildungsprogramm unserer Juniortrainer umfasst unter anderem auch die Konzeption und Durchführung eines eignen Präsentationstrainings, welches am zweiten Adventwochenende für Studienanfänger am Leibniz Kolleg in Tübingen stattfinden wird. Seit September sind die 7 Juniortrainer nun damit beschäftigt, dieses Training zu entwerfen und vorzubereiten.

In Teams wurden Seminareinheiten zu allen 5 Modulen entwickelt. Vom ersten Pitch der Idee im September bis zum fertigen Seminarkonzept wurde viel Arbeit investiert, Feedback eingesammelt und sich gegenseitig unterstützt. Nach mehreren Präsenzphasen unter der Leitung von Carmen Lipphardt stehen die Juniortrainer nun in den Startlöchern für ihr erstes Training.

Nur die Seminarmaterialien galt es noch anzufertigen und so wurde die Forschungsstelle in Tübingen am vergangenen Montagnachmittag von den Juniortrainern komplett unter Beschlag genommen. Jedes unserer Büros inklusive Vorraum wurde zu einer Arbeitsstation erklärt, an denen ausgeschnitten, laminiert, Karten gebastelt und Flipcharts gemalt wurden. Über mehrere Stunden herrschte hier kreatives Chaos, aber es wollen ja auch 53 Teilnehmer in insgesamt 4 Gruppen mit Materialien versorgt werden. Da das Training extra für diesen Zweck konzipiert wurde, mussten natürlich auch exklusive Unterlagen erstellt werden.

Spannend ist es, sich gerade diese Teilnehmer noch einmal genauer anzusehen (Die Rhetorische Situationsanalyse lässt grüßen!), denn eine Einrichtung wie das Leibniz Kolleg ist in Deutschland einmalig. Die 53 Kollegiaten können dort seit 1948 ein einjähriges Orientierungsstudium mit einem Studium generale & sociale absolvieren. Im Laufe dieses Jahres besuchen sie Fachkurse aus den unterschiedlichsten Wissenschaftsbereichen wie etwa Natur- und Geisteswissenschaften oder Rechts- und Sozialwissenschaften. Sie lernen die Universität und das universitäre Arbeiten kennen. Besonders ist auch, dass die Kollegiaten während ihres Orientierungsstudiums gemeinsam in einem Haus leben. Beste Bedingungen also für einen intensiven Austausch untereinander und mit großem Potenzial für die individuelle Entwicklung der einzelnen Studierenden. Breites Interesse und die entsprechende Portion Wissenshunger ist dabei natürlich Voraussetzung, um einen Platz am Leibniz-Kolleg zu bekommen. Für unsere Juniortrainer wiederum heißt das, dass sie ein neugieriges, interessiertes Publikum vor sich haben werden, das es aber auch versteht, die Seminarleiter zu fordern. Eine ideale Ausgangslage also für unsere engagierten Juniortrainer.

Das Training für die Leibniz-Kollegiaten (die sich mit einem Augenzwinkern selbst als „Kekse“ bezeichnen) findet damit bereits zum zweiten Mal statt, denn auch die Juniortrainer aus dem letzten Jahr durften in diesem Rahmen ihr erstes Training absolvieren. Es dient als Vorbereitung für ein Theorieseminar im nächsten Frühjahr und die Seminarleiter sind keine Unbekannten: Svenja Heesch und Maximilian Rühl – zwei unserer Juniortrainer, die in diesem Jahr bereits ihr Jugend präsentiert Trainerzertifikat bekommen haben.

Bilder: © Jugend präsentiert


Yvonne Wichan

Forschungsstelle//Universität Tübingen