Die Jugend präsentiert-Gewinnerreise 2018

Die Jugend präsentiert-Wettbewerbssieger auf der Reichstagskuppel in Berlin

Von Pauline Kowalczyk, Lee Sauer und Alexander Speck - Bundessieger 2017 // 9. April 2018


Donnerstag, 15. März 2018 (Pauline Kowalczyk, Julius-Echter-Gymnasium Elsenfeld)

Heute ging sie endlich los, unsere Gewinnerreise nach Berlin! Für mich und Lee hieß es um 9.37 Uhr pünktlich den Zug am Aschaffenburger Hauptbahnhof zu erwischen. Wer die Deutsche Bahn kennt, kann es schon ahnen, was uns bevor stand... Ganz viele Verspätungen!

Endlich am Bahnhof in Berlin angekommen, trafen wir auf unsere Betreuerin Janina und freuten uns, uns endlich in die Arme zu schließen und unsere Reise antreten zu können. In unserer Runde fehlte aber noch eine weitere Person, nämlich Alexander. Auf ihn trafen wir gleich direkt im Hotel und nach einem kurzen Check-In konnte die Reise endlich losgehen!

So stand die Bootsfahrt auf der Spree als erstes auf unserem Plan. Nach langem Fußmarsch haben wir aber mit Entsetzen feststellen müssen, dass das letzte Boot für diesen Tag schon abgefahren war. Irgendwie kam uns das in diesem Moment ziemlich bekannt vor #JugendPräsentiertFinale2017 :D.

Als gute Alternative haben wir uns in das Café „Balzac Coffee“ gesetzt für einen Kaffee und leckeren Kuchen.

Nach dieser Stärkung und nach einigen schönen und lustigen Gesprächen ging erst einmal mit unserem Kulturprogramm weiter: einem Besuch auf dem Fernsehturm. Ganz beeindruckt waren wir vom Aufzug, der uns 203m nach oben zu einer 360° Aussichtsplattform befördert hat mit einer Geschwindigkeit von 6m pro Sekunde. Oben angekommen, nach 40 Sekunden, hatten wir eine sehr schöne Aussicht auf Berlin und da es inzwischen dunkel geworden war, leuchtete die ganze Stadt in verschiedenen bunten Lichtern. Das war unser erstes Highlight an diesem Tag, aber es sollte noch schöner werden!

Auf den letzten Programmpunkt des Tages, ein VR-Exit Game, waren wir schon vorab sehr gespannt. Im Escape Room angekommen erhielten wir auch schon unsere Aufgabe: Wir befanden uns im Jahr 3000. Inzwischen haben Roboter die Welt übernommen. Doch unsere Welt stand dem Abgrund nahe, denn eine künstliche Intelligenz sollte in 44 Minuten unsere Erde vernichten. Jetzt lag es an uns, das zu verhindern! In Zweier-Grüppchen, ausgestattet mit VR-Brille, Kopfhörer mit Mikrofon, Controllern und einer Art elektronischem Rucksack, trennten sich unsere Wege in verschiedene Räume. Um voran zu kommen, mussten wir verschiedene Rätsel lösen, z. B. nach Gegenständen suchen, welche man richtig anordnen musste, oder Schalter drücken, um uns dann durch gegenseitiges Unterstützen in die nächste Ebene zu bringen. Wir waren alle begeistert, dass man, obwohl man sich in der normalen Welt auf einem Boden bewegte, das Gefühl hatte Aufzug zu fahren und abzuheben. Echt verrückt! Mit freudigen Gesichtern und dem Gefühl von „Ich will nochmal“ war es dann aber leider schon vorbei und nach einem Siegerfoto freuten wir uns auf unsere gemütlichen Betten im Hotel.

Freitag, 16. März 2018 (Lee Sauer, Julius-Echter-Gymnasium Elsenfeld)

Der Freitag begann erst einmal mit einem ausgiebigen Frühstück in unserem Hotel. Mit gefüllten Bäuchen begaben wir uns dann ins Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC). Nach einer kurzen Einweisung, was das MDC ist und woran es forscht, ging es schon los und wir konnten den ganzen Tag über selbst Hand anlegen. So durften wir zum Beispiel ein Mäusegehirn in eine 10 Mikrometer dicke Schicht schneiden - keine Angst, das war nicht schlimm! - und viele weitere Experimente durchführen.

Nach dem Besuch am MDC und einem Essen in einem Alt-Berliner Lokal gingen wir dann direkt weiter zu unserer nächsten Veranstaltung, dem Planetarium. Hier durften wir die sehr kurzweilige Show Chaos and Order – A Mathematic Symphony genießen, die uns fast alle in einen sehr tranceartigen Zustand beförderte. Nach dem Planetariumsbesuch war der Tag noch nicht vorbei: Wir fuhren nun zum Schwarzlichtminigolf. Bei typischem Berliner Techno mussten wir uns alle sehr anstrengen, die Löcher mit einer niedrigen Schlagzahl zu beenden. Doch die letzten vier Bahnen waren so schwer, dass nahezu jeder von uns diese Löcher mit einem X kennzeichnen musste. Danach begaben wir uns ins Hotel, um fit für den nächsten Tag zu sein.

Samstag, 17. März 2018 (Alexander Speck, Willstätter-Gymnasium Nürnberg)

Nach einer ruhigen Nacht und einem ausgiebigen Frühstück ging es mit dem Programm weiter: Wir haben uns die „Berliner Unterwelten“ als Ziel vorgenommen. Dort angekommen mussten wir jedoch noch einige Minuten warten, bis die Führung durch den AEG-Versuchstunnel anfing, was sich durch die Kälte und den starken Wind wie eine Ewigkeit anfühlte. Doch schnell stellte sich die Führung als sehr interessante und spannende Aktivität heraus, an die ich heute noch gerne zurückdenke. Nach einem Mittagessen sind wir auf die Reichstagskuppel gegangen, wo wir einen sehr guten Ausblick auf Berlin hatten. Da wir jedoch nicht allzu viel Zeit dort verbracht haben, stand uns noch mehr Freizeit zur Verfügung als geplant, die wir füllen konnten. Lee hatte die Idee, ins „Berliner-Dungeon“ zu gehen. Es dauerte nicht lange, bis er uns überzeugt hatte. Um nicht zu viel zu verraten, lässt sich sagen, dass es sehr amüsant und spannend war, auch wenn ich es mir etwas gruseliger vorgestellt habe. Nach diesem improvisierten Programmpunkt ging es zum Abendessen ins „Freischwimmer“, ein Restaurant auf einem Steg direkt am Wasser gelegen. Wir sind also nie hungrig herumgelaufen. Jetzt stand uns der letzte Punkt des Tages bevor: ein Besuch im Impro-Theater. Die Vorführung dauerte ungefähr zwei Stunden und ging aufgrund der vielen lustigen Aspekte wie im Flug vorbei. Schließlich sind wir in das Hotel zurückgefahren, womit der gelungene letzte (ganze) Tag in Berlin vorbei war.

Sonntag, 18. März 2018 (Pauline Kowalczyk)

Nach dem super tollen und sehr lustigen Abend gestern, ist dann schon unser letzter Tag angebrochen. Früh am Morgen gab es wieder ein gutes Frühstück mit einer bunten Auswahl, bevor es dann hieß: Koffer packen und Check-Out. Der letzte Programmpunkt in Berlin war ein Besuch des Game Science Centers. Hier gab es die Möglichkeit, zukünftige Technologien auszuprobieren. Als wir fertig waren, haben wir noch ein letztes Mal zusammen gegessen, bevor es dann zum Hauptbahnhof ging. Ich glaube, nicht nur das Programm, sondern auch das gute Essengehen, wird uns immer in Erinnerung bleiben.

Am Bahnhof angekommen gab es noch eine letzte Umarmung, einen letzten Gruß und unsere Wege trennten sich leider nach vier spannenden, aber sehr kalten Tagen in Berlin. Spätestens im Jugend Präsentiert-Finale 2018 sehen wir uns alle wieder. Bis dahin wünschen wir allen eine erfolgreiche und gesunde Zeit und schon einmal viel Erfolg und vor allem sehr viel Spaß im Voraus beim diesjährigem Wettbewerb!

 

Bilder: © Jugend präsentiert