Die Jugend präsentiert Gewinnerreise 2017


Ann-Kathrin Kohler, Amelie Vandeven, Tim Tú Schnabel, Tobias Feuerbach // 3. November 2017


Mitte September war es für die Bundessieger 2016 endlich soweit und sie traten ihre Städtereise an, die sie wohlverdient beim letztjährigen Bundesfinale gewonnen hatten. Ann-Kathrin, Amelie, Tim und Tobias berichten in ihrem Gastbeitrag für unseren Blog von vier Tagen Berlin, mit vollem Programm und viel Essen.

Erster Tag aus der Sicht von Ann-Kathrin – Sonntag, 17. September 2017

Gleich am Morgen des ersten Tages hieß es erstmal früh aufstehen, aber aus gutem Grund: Heute war der Tag des Bundesfinales von Jugend präsentiert 2017!  Für diesen Programmpunkt hat es sich auf jeden Fall gelohnt etwas früher aus den Federn zu kommen! Nachdem wir die diesjährigen sechs besten Präsentationen bundesweit im Kino International in Berlin mit großer Freude mitangesehen hatten und auch anschließend das köstliche Buffet bis auf den letzten Nachtisch verschlungen war, konnte die Gewinnerreise 2017 endlich offiziell losgehen! Mit vollem Magen und einem mindestens genauso vollen, aber auch interessanten und abwechslungsreichen, Programm starteten wir in unsere bis einschließlich Mittwoch andauernde Berlinreise.

Erster Halt: Jugendherberge Berlin Ostkreuz. Am Hostel angekommen, checkten wir kurz ein und stellten unsere Siebensachen (okay, bei Amelie waren es wohl mehr als sieben;)) nach erfolgreicher Zimmersuche in der Unterkunft ab. Dann ging es auch direkt weiter, und zwar heute nach Kreuzberg. Dort wartete bereits unser Guide auf uns, der uns in den darauffolgenden 1,5 Stunden durch Kreuzberg begleitete und unser Wissen über diesen Teil Berlins um einiges vervielfachte: Wir konnten den Lebensstil der Kreuzberger lebendig und live erfahren, lernten Vieles über die Geschichte Kreuzbergs, welche Rolle die Zahl 36 in diesem Stadtviertel spielt und warum, schauten uns Graffitis an und trafen ganz nebenbei den durchaus bekannten Rapper Ufo361, der warum auch immer, gerade ebenfalls in Kreuzberg unterwegs war, uns aber trotz des "persönlichen" Kennenlernens nicht von seiner Musik überzeugen konnte J. Nach dieser wirklich sehr interessanten und ereignisreichen Führung durch Kreuzberg, suchten wir den Kuchenkaiser, ein sehr gemütliches Restaurant in Kreuzberg, auf und trafen dort auf Amelies Onkel und ihre Großeltern- an diesem Tag haben wir auf jeden Fall viele Personen in Berlin, bzw. Kreuzberg getroffen! Wir ließen uns die Spezialität des Hauses (karamellisierter Kaiserschmarrn mit Rosinen) schmecken und führten tiefgründige Gespräche über philosophische Fragen wie "Warum existieren wir eigentlich?" (diese Frage konnten wir leider bis zum Ende der Reise nicht klären, obwohl wir es uns doch so fest vorgenommen hatten). Als wir dann, zum zweiten Mal an diesem Tag, sehr, sehr satt das Restaurant verließen, machten wir noch eine kleine Nachtwanderung bis zur nächsten U-Bahn Station und kamen erschöpft, aber auch sehr glücklich wieder an der Jugendherberge an, wo wir dann müde und voller Vorfreude auf den nächsten Tag, ins Bett fielen und wie man so schön sagt: "Wir sind eingeschlafen, bevor wir das Kopfkissen berührt haben."

Zweiter Tag aus der Sicht von Tobias – Montag, 18. September 2017

Unser Tag begann um 8 Uhr morgens in der Jugendherberge am Ostkreuz. Nach einem ausgiebigen Frühstück machte sich unsere kleine Gruppe auf den Weg in Richtung Potsdam, wo wir vier mit zwei Betreuerinnen vom Bahnhof aus zum Telegrafenberg wanderten. Um uns dann von diesem anstrengenden Aufstieg, immerhin 94m, zu erholen, besuchten wir die lokale Mensa im Wissenschaftspark Albert Einstein. Dieser beherbergt unter anderem das Deutsche GeoForschungsZentrum und das Leibniz-Institut für Astrophysik. Im Anschluss an ein entspanntes Mittagessen wurden wir gegen 12:30 Uhr von Herrn Zens, dem Leiter der Öffentlichkeitsarbeit des GFZ, freundlich empfangen und über das Gelände des Einstein Parks geführt. Uns wurden sowohl einige der historischen, z.B. ein großes Teleskop vom Anfang des letzten Jahrhunderts, als auch einige der modernen Forschungseinrichtungen, wie z.B. das Alfred-Wegener-Institut für Polarforschung, gezeigt. Nach der Tour durch den Park suchten wir Dr. Christopher Kyba, einen Physiker des GFZ, auf, der uns dann auf interessante Art und Weise seine Tätigkeit im Bereich der Fernerkundung und Lichtverschmutzung näherbrachte. Um etwa 16:30 Uhr traten wir dann den Rückweg in Richtung Potsdamer Innenstadt an, wo wir das lokale holländische Viertel erkundeten. Erkundet wurde diese schöne, dem Amsterdam des letzten Jahrhunderts nachempfundene, Gegend jedoch erst, nachdem jeder ein köstliches Eis einer lokalen Eismanufaktur in der Hand hatte. Als wir um 18 Uhr bereits wieder den Zug zurück nach Berlin nahmen, hatten wir kaum unser Eis verputzt, da saßen wir auch schon zu sechst beim gemütlichen Italiener und aßen Pasta und Steak. Nach gemeinschaftlichem Schlemmen war nun doch Eile geboten, die Vorführung im BKA-Theater wartete schließlich nicht auf uns. Einen kleinen Fußmarsch und 5 Stockwerke später, lieferten sich die zwei Teams "Spartak Stanislavski" und "Dynamo Duse" beim Improvisationstheater einen erbitterten Kampf um die Gunst des Publikums. Auch wenn der Sinn des Lebens im Laufe der lustigen Show leider nicht geklärt werden konnte, gingen wir doch alle erheitert und erschöpft vom vielen Lachen zurück zu unserer Herberge.

Dritter Tag aus der Sicht von Tim – Dienstag, 19. September 2017

Nach dem ersten kompletten Tag in Berlin -schließlich war der Sonntag nur ein „halber“- wollten wir es erstmal ruhig angehen lassen. Nachdem wir am Vortag bereist Diskussionen über regionale Unterschiede im richtigen Lesen einer Uhr (ich sage nur „viertel nach“, „viertel vor“ usw.) geführt hatten, konnte man sich zu verabredeter Uhrzeit zum entspannten Frühstück treffen, um dann zum ersten Programmpunkt des Tages aufzubrechen.

Dass wir dabei eher nach als vor der gewünschten Uhrzeit unterwegs waren, störte uns dabei eigentlich nicht wirklich. Der Weg ist ja bekanntlich das Ziel! Und ein solches begegnete uns dann auch schon recht schnell, als wir Richtung Museumsinsel und Co. eilten. Mit Blick auf den Fernsehturm, stand rasch auch schon unsere erste Anlaufstelle des Nachmittags, der voll zur „freien Verfügung“ stand, fest. Trotz der vorherrschenden Höhenangst bei etwa 40% der mutigen Berlinreisende, sollte es der Fernsehturm zur werden.

Doch vorher war erster Punkt auf unserer To-do-Liste des Tages das Humboldtforum, in dem wir nicht nur allerhand Leckereien aus der Kindheit wiederfanden, sondern auch einigen Diskussionsstoff (das Thema der Ausstellung war „Vorsicht Kinder!“ und behandelte den Schutz von Kindern). Danach machten wir uns auf Richtung Fernsehturm.

Oben in der Kuppel des Fernsehturmes angekommen, bot sich ein atemberaubender Anblick, der jegliche Höhenangst im Nu verfliegen ließ. Und da das Erklimmen großer Höhen bekanntlich hungrig macht (den Aufzug lassen wir mal unerwähnt), machte sich der Großteil der Gruppe auf den Weg zum Kuchen essen und erlitt dabei recht schnell einen gehörigen Zuckerschock. Gut, dass da außer einem Lachkrampf nichts weiter passierte.

Krönenden Abschluss nach fantastischen Burgern bildete der Escaperoom, bei dem wir in sagenhaften 63 Minuten die Welt vor einem bösartigen Hackerangriff schützten.

Während nun ein Teil unserer Gruppe mit dem Umweg über das schön beleuchtete Brandenburger Tor den Heimweg antrat, erkundete der andere Teil noch etwas die Stadt, bevor der Tag ein wie immer schönes Ende fand.

Letzter Tag aus der Sicht von Amelie – Mittwoch, 20. September 2017

Am letzten Tag war früh aufstehen und erst mal Koffer packen angesagt! Als alle Koffer zugeschnürt waren, konnte man sich den Bauch vollschlagen: Und zwar mit leckeren Sachen wie Erdbeerjoguhrt, Brötchen, Marmelade, etc. Und das taten natürlich auch alle! Nach dem Auschecken ging es mit den Koffern ab in die U-Bahn und wir fuhren - ja wohin gings? Zum Computerspielemuseum! Das war ein tolles Erlebnis, da man nicht nur eine Ausstellung anschauen konnte, sondern auch Spiele und alte Spielautomaten testen konnte, wie zum Beispiel Packman. Man hat sich wirklich großartig amüsiert, das war klasse! Doch irgendwann bekommt man auch nach einem richtig großen Frühstück wieder Hunger. Daher sind wir zum Kino International gelaufen, um uns dort mit Rebecca von Jugend präsentiert zu treffen. Dann haben wir uns mal wieder den Magen vollgeschlagen! Danach ging es dann leider auch schon ans Abschied nehmen. Noch einmal ging  es in die U-Bahn, die uns zum Bahnhof brachte und wir mussten uns von Tim und Tobi verabschieden... Und schon fuhren wir Richtung Heimat. Damit endete die wunderschöne Reise.

Danke an alle, die dies möglich machen und vor allem an Anna Berlich für die tolle Begleitung!

© Bilder: Jugend präsentiert