Das Jugend präsentiert Team beim Heidelberger Laureate Forum (HLF)


Von Dr. Thomas Susanka // 5. Oktober 2017


Momentan werden die diesjährigen Nobelpreise bekanntgegeben. Medizin, Physik, Chemie und Literatur stehen schon fest. Wirtschaft und der Friedensnobelpreis stehen noch aus. Da fällt auf, dass es weder für Mathematik noch für Computer Sciences einen Nobelpreis gibt – obwohl unser aller Leben ja komplett anders wäre, wenn nicht auch in diesen Bereichen Frauen und Männer Außergewöhnliches geleistet hätten (z.b. Internet...). Statt des Nobelpreises gibt es aber in diesen Bereichen andere wichtige Preise: Für Mathematik die Fields-Medaille, benannt nach John Charles Fields, den Abel Preis, vergeben durch die Norwegische Akademie der Wissenschaften und den Turing Award für herausragende Beiträge in der Informatik, benannt nach Alan Turing, ein Mann, ohne den es den modernen Computer vielleicht nie gegeben hätte.

Was viele nicht wissen: Einmal im Jahr treffen sich diese genialen Mathematiker und Informatiker in Heidelberg auf dem Heidelberg Laureate Forum. Dort halten sie Vorträge, geben Workshops und vor allem kommen sie mit NachwuchswissenschaftlerInnen in Kontakt, erfahren so, woran die nächste Generation arbeitet und geben Feedback zu den Forschungsprojekten. Und natürlich sind die Nachwuchswissenschaftler selbst ganz schön helle Köpfe, denn zum HLF kommt man nur, wenn man das Bewerbungsverfahren übersteht. Aber wenn man es schafft, dann ist das HLF schon das Größte. Den Chef von Googlebrain zu sehen, oder einen Vortrag von dem Herren zu hören, der das TCP/IP-Protokoll erdacht hat – und dann noch die Chance haben, sich mit ihnen zu unterhalten, das ist schon ganz außergewöhnlich!

 

Damit die Laureaten möglichst viel von Projekten der NachwuchswissenschaftlerInnen mitbekommen, gibt es einen Posterflash: Dabei präsentieren die ForscherInnen Ihre Forschungsprojekte in nur zwei Minuten! Das ist ganz schön anspruchsvoll und vor allem muss in den zwei Minuten wirklich alles sitzen: Einstieg, Powerpoint, verständlich & anschaulich soll es sein und die Performanz muss überzeugen.

Damit das klappt, haben Prof. Dr. Olaf  Kramer und ich von der Forschungsstelle für Präsentationskompetenz drei Tage auf dem HLF verbracht und mit den Nachwuchswissenschaftlern an ihren ‚science-pitches’ gearbeitet. Denn der Ansatz, mit dem wir bei Jugend präsentiert arbeiten, greift auch bei herausragenden WissenschaftlerInnen – und gerade die müssen es verstehen, ihre Forschung zu kommunizieren!

Bilder: © Heidelberg Laureate Forum Foundation


Dr. Thomas Susanka

Forschungsstelle // Universität Tübingen