Das BarCamp von Jugend präsentiert geht in die zweite Runde

Eine Session beim BarCamp 2019.

Von Melanie Preu // 5. März 2019


Ein Präsentations-Doc, was ist das wohl? Ein Präsentations-Dokument oder ein Präsentations-Arzt? Dazu kommen wir gleich. Fangen wir erst einmal beim Allgemeinen an.

Es gibt viele Möglichkeiten, wie man Jugend präsentiert in den Schulalltag integrieren kann. Doch welchen Weg man wählt und wie man diesen umsetzt ist nicht immer einfach zu entscheiden: Soll es zum Beispiel über die Durchführung eines Schulwettbewerbs, einer Präsentations-AG, in den Projekttagen oder über einen Präsentations-Doc geschehen. Zumal auch das Kollegium im ein oder anderen Fall noch überzeugt werden muss das Vorhaben mitzugestalten. Da ist man gut beraten, wenn man sich mit anderen Multiplikatorinnen und Multiplikatoren austauscht, die bereits Erfahrung in der Realisierung von Jugend präsentiert in der Schule haben. Hier kommt das BarCamp ins Spiel. Das Jugend-präsentiert-BarCamp bedient sich an der Idee der Unkonferenz, das heißt, die Teilnehmenden bringen Fragen oder Themen mit, die sie gerne besprechen oder vorstellen möchten und aus diesen wird dann spontan vor Ort das Programm des BarCamps erstellt. Die Lehrkräfte können natürlich auch einfach ohne ein eigenes Thema mitzubringen teilnehmen oder sich spontan einen Input oder eine Frage überlegen, zu der eine Session und damit ein Austausch stattfinden kann.

Zurück zum Präsentations-Doc: Das Konzept stellten in diesem Jahr zwei Teilnehmer in der ersten Session vor. Der Doc ist ein Multiplikator, der Schülerinnen und Schülern bei Fragen zum Präsentieren und Erstellen von Präsentationen berät. Für eine Präsentationsberatung kann entweder ein Termin ausgemacht oder die offene Sprechstunde wahrgenommen werden. Der Präsentations-Doc ist jedoch nicht nur Anlaufstelle für die Lernenden, sondern auch die Lehrenden. In einer anderen BarCamp-Session tauschte sich währenddessen eine Gruppe dazu aus, wie man Erklärvideos als Präsentationsleistung in der Schule bewerten kann. Ein Bewertungsschema, bei welchem der Fokus auf die Bereiche Inhalt, Struktur, Veranschaulichung und Form gelegt wird, stellte sich dabei für die Diskussionsrunde als effizient heraus. Ebenfalls wurde das Verfolgen einer Leitfrage als wesentliches Kriterium genannt.

Beim BarCamp können auch Themen vorgestellt werden, die sich indirekt mit Inhalten von Jugend präsentiert befassen. So leitete ein Vortragender den zweiten Tag mit einem Input zur Verwaltung und Organisation einer Tablet-Klasse ein. Dies kann sehr nützlich sein, wenn in der Schule Erklärvideos mit Tablets produziert werden, zum Beispiel für den Jugend-präsentiert-Wettbewerb oder eine Präsentation. Großes Interesse erfuhr der Workshop „Lampenfieber – Und was nun?“. Die Teilnehmenden lernten hier, dass das „Wie“ einer Präsentation ebenso wichtig ist wie das „Was“. Nach dem Jugend-präsentiert-Konzept bedeutet dies, dass nicht nur der fachliche Inhalt, sondern auch die Performanz eine gute Präsentation ausmachen. Natürlich leidet die Performanz schnell darunter, wenn die Präsentierenden nervös sind. Beim Workshop stellte die vortragende Multiplikatorin Methoden und Übungen vor, die Schülerinnen und Schülern helfen können das Lampenfieber zu überwinden.

Spontan ergab sich beim BarCamp eine Session zum Thema Urheberrecht. Hier wurde diskutiert und besprochen, wie man die Klasse für lizenzfreie Bilder in Präsentationen und den Umgang mit urheberrechtlich geschützten Bildern sensibilisieren kann. Zum Bereich Schulwettbewerb, Präsentationsworkshop und dem Modul zur „Argumentation“ von Jugend präsentiert fanden ebenfalls Gesprächsrunden statt. Abschließend gaben die Trainer Fabian Ruth und Yvonne Wichan einen ersten Vorgeschmack auf die Vertiefungstrainings von Jugend präsentiert, die im Herbst 2019 zum ersten Mal stattfinden werden.

Vom Präsentations-Doc über die Tablet-Klasse bis zum Umgang mit Lampenfieber, die Inhalte waren auch in diesem Jahr wieder sehr vielfältig. Hilfreich, inspirierend, informativ und eine gute Netzwerkpflege war das BarCamp laut der Teilnehmenden. Auch Rebecca Wilbertz, die Leiterin vom Jugend-präsentiert-Netzwerk, konnte das positive Feedback nur bestätigen und freut sich bereits auf das dritte BarCamp von Jugend präsentiert im nächsten Jahr.

Fotos: © Jugend präsentiert


Melanie Preu

Projektbüro// Wissenschaft im Dialog Berlin

 

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