Auf Entdeckungsreise in Frankfurt

Vier der Finalistinnen und Finalisten 2018 in Frankfurt.

Gastbeitrag von Lotte Koenen // 16. April 2019


Am 18. und 19. März waren wir, vier der Finalistinnen und Finalisten vom Jugend präsentiert-Wettbewerb 2018, zusammen mit unseren Begleiterinnen Alma Wettig und Rebecca Wilbertz, in Frankfurt am Main. Die Reise war der Preis für unsere Präsentationen.

Nach unserer Ankunft am Frankfurter Hauptbahnhof und freudigem Wiedersehen, fuhren wir alle zusammen zu unserer Unterkunft, einem etwas altmodisch, aber sehr stilvoll eingerichteten Hotel.

Als erster Punkt stand Schwarzlicht-Minigolf auf dem Programm. Aufgrund der Namensgebung war zu erwarten, dass es sich dabei um Minigolf bei Schwarzlicht handelt. Dass man aber zusätzlich mit 3D-Brillen spielt, kam für uns eher überraschend. Ebenfalls überraschend war für uns die Gestaltung der Minigolfanlage: Zum einen unerwartet groß, zum anderen mit einem beeindruckenden Aussehen. Durch die ungewöhnlichen Bedingungen waren wir anfangs etwas verwirrt und benötigten – begünstigt durch widerspenstig gestaltete Bahnen – den ein oder anderen Schlag mehr. Das machte es aber nur noch lustiger und wir hatten sehr viel Spaß.

Am nächsten Tag frühstückten wir gemeinsam im Hotel und fuhren zum Senckenberg Naturmuseum. Dort erwartete uns eine spannende und lebendig gestaltete Führung zu einem eher weniger lebendigen Thema: Ausgestorbene Tiere. Wir wurden damit konfrontiert, dass der Mensch in vielen Fällen schuld am Aussterben von Arten ist. Beispielsweise der Riesenalk, ein Seevogel (Anm. d. Red.), starb als Inselbewohner im 19. Jahrhundert aus, da er für Seefahrer einen Nutzen darstellte und sie ihn als Nahrung und für Daunen gebrauchten. Begünstigt wurde das Aussterben durch seine geringe Vermehrungsrate. Dennoch erfuhren wir auch, dass nicht immer der Mensch der Verursacher ist. Das typischste Beispiel für Arten, die durch Naturkatastrophen ausstarben, sind Dinosaurier, verursacht durch einen Meteoriteneinschlag. Das Aussterben von Arten kann aber auch durch Epidemien verursacht werden, vor allem dann, wenn die betroffene Art Teil eines eingegrenzten Ökosystems in Form einer Insel ist. Nach der Führung hatten wir noch Zeit, uns selbst umzuschauen und entdeckten dabei niedliche Reptilien, Vögel mit amüsanten Frisuren und eindrucksvolle Dinosaurier.

Nach dem Essen begaben wir uns zum Startpunkt unserer Stadtführung. Gezeigt wurde uns Frankfurt von einem Studenten. Bei dem Startpunkt handelte es sich um die Alte Oper. Nicht zu übersehen: Ihre Inschrift „Dem Wahren Schoenen Guten“. Diese inspirierte den Frankfurter Dichter Adolf Stoltze zu seiner eigenen Version „Dem Wahre, Scheene, Gute, die Berjerschaft muß blute“, aufgrund der unerwartet hohen Baukosten Ende des 19. Jahrhunderts. Genau diese opferfordernd errichtete Oper konnten wir aber leider nicht bewundern, da sie im zweiten Weltkrieg zum Teil zerstört wurde. Allerdings wurde sie durch Bürgerinitiativen saniert, anstatt sie, wie Rudi Arndt damals vorschlug, „mit ein wenig Dynamit“ zu sprengen.

Entlang des Grüngürtels, einem System aus Grünflächen und dem Gebiet der ehemaligen Frankfurter Stadtmauer, begaben wir uns zu einem unserer persönlichen Highlights in 200 Metern Höhe: Dem Main Tower. Bei dem schönen Wetter hatten wir eine großartige Aussicht und konnten eine Vielzahl an Wolkenkratzern bewundern – auch das Gebäude der Commerzbank, das höchste Hochhaus Deutschlands! Im Anschluss daran durften wir die Paulskirche bestaunen und Tatsachen über ihre interessante historische Funktion als Tagungsort der Nationalversammlung nach der Deutschen Revolution 1948 erfahren.

Vorbei an der neuen Oper und versteckten Spiderman-Figuren ging es danach leider schon wieder zum Hauptbahnhof. Nach einem Abstecher zu Starbucks verabschiedeten wir uns voneinander und stiegen nach und nach in unsere Züge zurück nachhause.

Insgesamt freuen wir uns darüber, dass wir auf ein schönes Wochenende zurückblicken dürfen, an dem wir viel Spaß miteinander hatten und Neues gelernt haben.

 

Fotos: © Jugend präsentiert