Auf dem Weg zum Jugend präsentiert Bundeskongress

Vortrag 'Die Erfindung der Wirklichkeit' von Dr. Markus Gottschling und Dr. Thomas Susanka.

Von Markus Gottschling // 28. November 2018


Vom ersten Gedanken zu drei Tagen ‘Visuelles Wissen in Schule und Wissenschaft‘

Als Jutta Krautter und ich am 27. Oktober um kurz vor 13 Uhr von Christian Kleinert und Friederike Gräßer auf die Bühne geholt werden, ist die größte Anspannung verflogen. Jetzt ist Zeit für Rückschau – gemeinsam mit Friederike Gräßer haben wir uns um die Organisation des Bundeskongress von Jugend präsentiert gekümmert, dabei wurden wir tatkräftig vom gesamten Team unterstützt. Das Abschlussplenum war eine schöne Gelegenheit, beim Team und den beteiligten Sprecher*innen wie Teilnehmer*innen Danke zu sagen für eine spannende und gelungene Veranstaltung – einen genaueren Blick zurück habe ich mir aufgehoben für diesen Beitrag.

Denn eine Veranstaltung wie der Bundeskongress, gerade weil er der erste war, den wir vom Jugend präsentiert-Team geplant und durchgeführt haben, benötigt eine längere Vorlaufzeit: Insgesamt haben wir rund anderthalb Jahre getüftelt, diskutiert, geplant und organisiert. Am Anfang stand die Idee der Projektleiter Olaf Kramer und Christian Kleinert, die Multiplikator*innen von Jugend präsentiert zusammenzubringen mit Wissenschaftler*innen und Bildungsinstitutionen. Beim Team-Retreat in Brandenburg wurden im Sommer 2017 die Ausrichtung diskutiert, erste Arbeitsgruppen gebildet und das Thema festgelegt: Es sollte um die Bedeutung von Visualität in Schule und Wissenschaft gehen – ein Thema, das auf allen Ebenen der Bildung und besonders in Präsentationen von großer Bedeutung ist. Glücklicherweise war auch schnell klar, dass mit der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaft ein starker Partner an Bord war, dessen Räumlichkeiten und organisatorisches Know-How wir nutzen durften. In den folgenden Monaten haben wir die inhaltliche Planung vorangetrieben: Zum Call for Papers gingen viele Ideen für praktische Workshops und wissenschaftliche Vorträge ein und unser Plan, Wissenschaft und Schulpraxis zusammenzubringen, nahm Gestalt an. Mit Friedrich Hesse, Sonja Foss und Martin Rolfs konnten wir renommierte Keynote-Speaker gewinnen, für die Praxisberichte unserer Multiplikator*innen aus der Schule haben wir eine Poster Session geplant.

Unsere Keynote Speaker: Prof. Dr. Dr. Friedrich Hesse – der Leiter des Leibniz-Instituts für Wissensmedien sprach über die visuelle Erweiterung des Arbeitsgedächtnisses. (Foto: © Gerhard Kopatz für Jugend präsentiert)

Prof. Dr. Sonja Foss von der University of Colorado in Denver präsentierte ein Schema zur Analyse von Bildern. (Foto: © Gerhard Kopatz für Jugend präsentiert)

Prof. Dr. Martin Rolfs, Heisenberg-Professor an der Humboldt-Universität Berlin erläuterte anschaulich die aktive Wahrnehmung visueller Informationen. (Foto: © Kopf & Kragen)

Eine der größten Aufgaben war es, all diese Formate und Ideen in die Form eines Programms zu bringen, von dem alle teilnehmenden Gruppen profitieren. Gemeinsam mit einem interdisziplinär besetzten Programmkomitee konnten wir diesen Anspruch umsetzen. Zu diesen Aufgaben hinzu kamen noch Hotelbuchungen, Materialerstellung und die Kommunikation im Vorfeld – wir hatten also nicht wenig zu tun. Umso näher die Veranstaltung rückte, desto höher stiegen die Anspannung wie die Vorfreude. Knackpunkte blieben, wie etwa die Podiumsdiskussion zur Digitalisierung – wie würden sich die Wissenschaftler und Praktikerinnen auf der Bühne ‘vertragen‘ – oder der Poster Flash, ein Format, von dem die teilnehmenden Lehrer*innen wie Wissenschaftler*innen selbst wahrscheinlich noch nicht gehört hatten. Dass beim Kongress dann beide Formate wunderbar funktionierten, freut mich umso mehr. Überhaupt hat sich in unserer Evaluation gezeigt, dass die Teilnehmer*innen sehr zufrieden waren – ein tolles Ergebnis.

 

Beim Kongress selbst war ich dann auch stark eingebunden – zwischen eigenem Vortrag und Workshop, der Moderation einer Sektion und anderen organisatorischen Aufgaben blieb zwangsläufig (viel zu) wenig Zeit zum Reden, Diskutieren und etwa selbst Workshops zu besuchen. Und doch werden mir als Highlights die vielen Gespräche und Diskussionen in den Sektionen, am Kaffeetisch oder beim Dinner in Erinnerung bleiben. Für mich war der erste Bundeskongress von Jugend präsentiert eine verbindende Erfahrung, ein Dialog von Wissenschaft und Praxis, der sich rundum gelohnt hat. Ich freue mich auf die nächste Ausgabe, über die das Team von Jugend präsentiert hier sicher auch wieder berichten wird.

 


Markus Gottschling

Forschungsstelle // Universität Tübingen

   

 

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