10 Fragen an Dr. Fabian Ruth

Fabian Ruth

Von Maximilian Beyer // 30. Juni 2021


Dr. Fabian Ruth ist Teil des Teams von Jugend präsentiert. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Forschungsstelle Präsentationskompetenz der Universität Tübingen ist er für die Trainingsentwicklung, Evaluation und Begleitforschung zuständig. In den "10 Fragen an..." verrät er uns unter anderem, warum ihn die Parabelrutsche der TU München begeistert hat und welche Disziplin aus dem MINT-Bereich ihn am meisten fasziniert - sofern man MINT weit fasst. 

 

Wie bist du zu Jugend präsentiert gekommen?

Ein Promotionsstipendium von Jugend präsentiert an der Forschungsstelle Präsentationskompetenz hat mir die Tür zum Projekt Jugend präsentiert geöffnet.  

Wie stehst du heute in Verbindung mit Jugend präsentiert

Ich bin wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Forschungsstelle Präsentationskompetenz am Seminar für Allgemeine Rhetorik der Universität Tübingen. Dort bin ich zuständig für die Trainingsentwicklung, Evaluation und die Begleitforschung. 

Was ist deine schönste Jugend präsentiert-Anekdote? 

Im Rahmen von Jugend präsentiert gebe ich auch Lehrkräftetrainings, in denen wir von der Forschungsstelle Präsentationskompetenz Lehrpersonen Methoden zur Förderung der Präsentationskompetenz an der Schule vermitteln. Ein Seminarort ist mir dabei besonders im Gedächtnis geblieben: Das war der Unicampus in Garching (München). In der Mensa der TU München steht eine 13 Meter hohe Parabelrutsche, mit der man vom 3. Stock direkt zum Essen hinunterrutschen kann. Das ist sehr praktisch und vor allem eine spannende Art eine mathematische Parabel begreifbar zu machen.

Jugend präsentiert ist für mich…

…ein Ort, an dem Lehren und Lernen gelebt wird. 

In 3 Worten – wie muss für dich eine gute Präsentation aussehen? 

zielorientiert, persönlich, handwerklich gut gemacht

Selbst präsentieren oder lieber im Publikum sitzen? 

Ich liebe Perspektivwechsel. Deswegen gibt es für mich nur eine Antwort: Beides. 

Welche Disziplin im MINT-Bereich fasziniert dich am meisten? 

Wenn ich MINT weit fasse: Die Empirische Bildungsforschung. 

Warum? 

Ich finde es wichtig, Forschungsfragen zur Förderung von Präsentationskompetenz zu stellen und diese systematisch zu untersuchen. Das genaue Beobachten war schon bei den antiken Rednern ein wesentlicher Faktor für eine gelungene Weiterentwicklung und den Erfolg. Empirische Methoden lassen sich damit vergleichen. Es geht darum, systematisch etwas ganz genau zu beobachten und Informationen zu sammeln, um daraus für Forschung und Praxis hilfreiche Erkenntnisse abzuleiten. 

Welchem Publikum würdest du gerne mal welches Thema präsentieren?

Der amerikanische Wissenschaftskommunikator Bill Nye hat sinngemäß einmal gesagt: Jede Person, die Du einmal treffen wirst, weiß etwas, was Du nicht weißt. Diesen Gedanken finde ich persönlich sehr bereichernd, weil er aufzeigt, dass man von jedem lernen kann: Sei es zum Beispiel das Präsentieren oder die naturwissenschaftliche Welt besser zu verstehen. Diese Botschaft könnte ich mir für jedes Publikum vorstellen. 

Was ist dein ultimativer Tipp für eine gelungene Präsentation?

Sei Dir über deine Kernbotschaft im Klaren!

 

Foto © Gerhard Kopatz für Jugend präsentiert 


Maximilian Beyer

Projektbüro // Wissenschaft im Dialog Berlin